Planung 2019

Kroatien, Norddalmatien

Inseln - Norddalmatien - Zadar

Zadar

Sun Odyssey 389

Wenn wir unsere Segelfreizeit Anfang September dieses Jahres nehmen werden, dann werden wir an Bord einer Segelyacht Jeanneau Sun Odyssey durch die Inselwelt des nördlichen Dalmatien kreuzen. Mit seinen der Küste vorgelagerten großen langgestreckten Inseln, Ugljan, Pasman, Dugi Otok und den vielen kleinen Inseln bietet dieses Segelrevier viele Möglichkeiten um in die buchtenreiche Küstenlandschaft vor Anker zu gehen. Auch viele kleine mittelalterlichen Hafenorte auf den Inseln bieten sich für einen Hafenstopp an. Unser Stützpunkt, als Ausgangsort, wird die alte Hauptstadt Zadar in Norddalmatien sein. Etwas Besonderes liegt südlich von Zadar, das Kornaten-Inselarchipel, im Nationalpark Kornati. Weiter südlich an der Küste gelegen der Nationalpark Krka mit den berühmten Travertin-Wasserfällen, die man über eine fjordähnliche Zufahrt bei der Stadt Sibenik erreichen kann.

Es wäre schon unser 7te Segeltörn in den verschiedenen Küstenrevieren Kroatiens.

Bei unserem Segeltörn 2007 war die Stadt Biograd unser Stützpunkt. Auf diesem Segeltörn

hatten wir bereits das Kornaten-Inselarchipel und die Krka-Wasserfälle besucht. Auf unserer diesjährigen Fahrt könnten wir entlang der Küste auf dem Zadarski Kanal und weiter auf dem Pasmanski Kanal die Stadt Sibenik als Eingang zu den Krka-Wasserfällen gut erreichen. Ein nochmaliger Besuch sollte uns das Wert sein.

Stützpunkt Sukosan, beach Marina Dalmacija

Winde und Wetter

Als Segler sollten wir Wind und Wetter an der dalmatinischen Küste nicht außer acht lassen:

Die Bora (auch Bura) ist ein trockener und kalter Fallwind aus ONO oder N, der aus heiterem Himmel sehr stürmisch und böig vom Dinarischen Küstengebirge herunter über das Meer fegt.

Man unterscheidet die „weiße Bora“ (schönes Wetter) und die „schwarze Bora“ (Schlechtwetter).

Er kann in der Vor-und Nachsaison auf Sturmstärke kommen.

In unserer Segelwoche können wir durchaus schwachwindiges Schönwetter haben, aber auf eine plötzlich aufziehende schwarze Wolkenwalze der Gewitterfront, mit Windböen aus westlicher Richtung kommend, müssen wir uns gefasst machen.

Der Maestrale ist ein thermischer Wind, er ist der von Juni bis Mitte September vorherrschende Wind und kommt aus NW. Er setzt am Vormittag ein und kann mit bis zu 5 Bft aus NW am Nachmittag seine größte Stärke erreichen und verabschiedet sich mit untergehenden Sonne. Er ist der ideale Segelwind.

Der Burin ist ein in Küstennähe ablandige Thermik, die Nachts selten mehr als 2 Bft erreicht.

Der Jugo oder auch Schirokko weht aus südlichen Richtungen. Dieser warme und feuchte Wind aus SO bis S ist ein sporadisch auftretender weit von See kommender Wind, der Wetter in die Adria bringt, mit aufkommender dichter Bewölkung und baut hohen Seegang auf. Begleitet mit Schwüle und oft mit anhaltendem Regen. Er tritt im Juni bis Mitte September auf, dauert höchstens 2-3 Tage.

Die Newera: An schwülheißen Sommertagen muss man immer mit schwerem Gewitter, Regen und Hagel rechnen, dazu drehender stürmischer Wind mit Orkanböen. Lässt sich nicht vorhersagen.

Die Lufttemperaturen sind im September bei ca. 27-30°C und die Wassertemperaturen bei ca. 25-27°C.

Essen und Trinken

Wir werden auch wieder in kleinen Häfen anlegen, wo wir in kleinen gemütlichen Restaurants die kroatische mediterrane Vielfalt an Speisen und landestypischen Grillspezialitäten mit den dazu passenden lokalen Getränke genießen werden. Größere Grillöfen stehen häufig vor den Lokalen, in denen Fisch gebacken und Fleisch knusprig gebraten wird. Reiseführer empfehlen die dalmatinische Spezialität „Peka“, gedünstetes Lamm- und Rindfleisch mit Gemüse und Kartoffeln.

Ein echtes Erlebnis sollen kleine „Konobas“(Weinkeller) sein, rustikale Lokale in denen deleikate Hausmannskost angeboten wird. Oder in Gastionas (Wirtshaus, Taverne), hier kocht der Wirt regionale Spezialitäten.

Während der Abende, wenn wir vor Anker liegen, werden wir in unserer Bordküche schmackhaftes Abendessen nach eigenen Rezepten zaubern. Den Proviant dazu werden über eine Liste vorab bei einem Lieferanten über den Vercharterer bestellen, der uns dann den Proviant an Bord liefern wird.

Devisen

Bei den Einkäufen in Supermärkten wird immer noch die alte kroatische Währung, der Kuna verlangt. Der Kurs: 1 Euro = 7,45 Kuna. Die Liegegebühren in den Marinas werden wir vermutlich auch in Kunas entrichten müssen.

Die Taxigebühren werden wir bisher weiterhin in Euro bezahlen können.

Und immer ausreichend Wasser unterm Kiel.

Hermann Goss

Ugljan

Die Insel Ugljan ist mit 51 Quadratkilometern zwar nicht sehr groß, doch zählt sie zu den am dichtesten besiedelten der dalmatinischen Inselwelt. In den eng aneinandergereihten Dörfern, die allesamt auf der Festlandseite liegen, leben etwa 7.500 Menschen. Schon in der Jungsteinzeit siedelten hier Menschen und der Name Ugljan tauchte erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1325 auf. Illyrer bewohnten die Insel, später dann Römer, und während der Türkenkriege versorgte das fruchtbare Ugljan die vom Hinterland abgeschnittenen Bewohner von Zadar mit seinen Feldfrüchten. Um dem Schiffsverkehr eine Durchfahrt zwischen den benachbarten Inseln Ugljan und Pasman zu ermöglichen, wurde Ende des 19. Jahrhunderts ein Kanal gegraben und seit 1973 verbindet eine Brücke die beiden Inseln.

Pasman

Mit ca. 21 km Länge, einer Breite von bis zu 4,1 km und ca. 60 km² Fläche erstreckt sie sich von Nordwesten nach Südosten parallel zur dalmatinischen Küste, von der sie durch den etwa 4 km breiten „Pašmanski kanal“ getrennt ist. Der höchste Punkt der Insel ist der 272 m hohe Berg Veliki Bokolj. Die Insel besteht aus Kreidekalk und Dolomitgestein.

Haupterwerbsgrundlage für die etwa 3500 Bewohner stellen Landwirtschaft, Tourismus und Fischfang dar. Sie leben überwiegend auf der dem Festland zugewandten, flachen, nordöstlichen Küste der Insel. Hier prägt das Grün von Olivenhainen, Gärten und Weingärten die Landschaft. Die steile und zerklüftete, unbewohnte Südwestküste der Insel wird von zahlreichen Buchten gegliedert und ist vielfach nur mit Macchie bewachsen.

Die Insel ist seit illyrischer und römischer Zeit besiedelt. Ab 1050 gehörte die Insel zum Bistum von  Biograd, ab 1126 zum Erzbistum Zadar. Während der Einfälle von Türken und Venezianern diente sie als Fluchtort für die umliegenden Küstenbewohner. Sie wurde nicht erobert. In der kleinen Ortschaft  Kraj gibt es noch ein Franziskaner-Kloster aus dem 14. Jahrhundert mit einem kleinen Museum. Und in der Nähe von Tkon befindet sich auf dem Berg Ćokovac ein kleines Benediktiner-Kloster aus der gleichen Zeit.

Dugi Otok

Dugi Otok (kroatisch für „Lange Insel“, ital.: Isola Lunga) ist eine Insel vor der kroatischen Küste in der Adria. Sie liegt vor der Küste Dalmatiens, mit der Fähre etwa 1,5 Stunden von Zadar entfernt.

Die Insel trägt ihren Namen auf Grund ihrer geographischen Gestalt mit einer Länge von etwa 43 km bei einer Breite von nur rund 5 km. Die höchste Erhebung der Insel liegt bei 300 m über NN. Dugi Otok hat rund 1800 Einwohner.

Während die Westküste weitgehend aus unzugänglicher Steilküste besteht, liegen fast alle bewohnten Ortschaften auf der Ostseite der Insel, die dem Festland zugewandt ist. 

Sali ist mit etwa 900 Einwohnern der größte Ort der Insel und inoffizielle „Inselhauptstadt“.

Weitere größere Siedlungen sind Božava, Brbinj, Luka, Zaglav u. Žman.

Im Südosten der Insel befindet sich der Naturpark Telašćica. Unmittelbar südöstlich davon grenzt der Nationalpark Komaten an.

Dugi Otok besitzt keine Süßwasserquellen. Deshalb kommen wöchentliche Wassertransporte mit dem Schiff.

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