Reisebericht Kroatien 2002

Törn Kroatien - 2002

Törn Kroatien - 2002

Hermann Goss - Skipper und Autor

Hermann Goss - Skipper und Autor

Bericht Segeltörn 2002 Kroatien, Dalmatinische Küste
Basis: ACI Marina Trogir - vom 24.08. bis 31.08.2002

Hallo Skippers,
etwas verspätet übersende ich Euch einen Überblick über meinen zweiten Segeltörn als Skipper (der erste Segeltörn mit 'SKS-Zertifikat').
Im September habe ich noch an einer firmeninternen 3-tägigen Segelregatta auf der Ostsee teilgenommen, um diese Art des Segelns auch kennen zu lernen.
Unseren Segeltörn 2002 haben wir in Kroatien, an der Dalmatinischen Küste, durchgeführt. Herrliches Wetter mit ca.35 Grd.C. an Land und durchgehend 28 bis über 30 Grd.C. auf See, tropisch für mich.

Etwas zur Technik des Bootes:

Eine Beneteau Oceanis Clipper 393, Bauj.2002; L.ü.A.:12 m, Tiefg.:1,90 m; Autopilot, Gew.: 7,8 t; Segelfläche: 75 m2;

Besonderheiten: Biminitop (Sonnensegel über der Plicht; ein Beiboot mit Außenborder; ein versenkbarer Tisch (komfortabler Schlafplatz) und last not least für die kulturellen Teil ein CD-Player für Shanties.

Nun zum Törn,

Dauer: 7 Tage, vom 24.Aug. bis 31.August, Besatzung: sechs alte Segelkameraden, jährlich einmal unterwegs. Nach Anflug ab Hannover an Split, per Taxi zum Basishafen nach Trogir und haben am gleichen Tag das Boot mit Namen 'MAMBO' übernommen, es sah gut aus (hatte auch Tücken).

1.Tag:

Wir legten am 25. in Trogir ab und nahmen Kurs auf die Insel Brac.
Wegen der tropischen Hitze gingen wir schon in einer Bucht westl. der Insel
Brac vor Anker und nahmen ein Bad vom feinsten (27 Grd.C.).

Im Hafen von Hvar fanden wir keinen Platz, so steuerten wir eine kleine Insel SV.Klement an und fuhren mit einem Fährboot nach Hvar, eine sehr schöne alte Stadt zum Bummeln.

2.Tag:

Von SV.Klement nach Lumbarda, östlich der Insel Korcula, und da erlebten wir eine segeltechnische Überraschung beim Einlaufen: die Boote lagen ausnahmslos mit dem Heck an der der Pier, dicht gedrängt wie die Heringe.

Nun mußten wir es lernen, mit Rückwärtsfahrt zwischen zwei Yachten einzusteuern, die Fender knirschten immer beidseitig, es ging um jede Lücke an der Pier oder Kai, dann die Muringhilfsleine an der Pier aufnehmen und die Muringleine auf die Bugklampe legen.

Puhh, das war aufregend (Alfred kannte das Manöver). Generell haben wir dann ausnahmslos diese Technik anwenden müssen, sehr interessant und spannend.

Dann gönnten wir uns immer ein ordentliches Nachtessen, das Angebot war sehr ordentlich.

3.Tag:

Von Lumbarda nach Vela Luka, westlich der Insel Korcula. Dasselbe Hafenmanöver, nur die Variante mit dem Buganker, die ist in den engen Häfen noch aufregender, nichts für schwache Nerven, so what.

4.Tag:

Von Vela Luka nach Vis der Insel Vis.
Dann erwischte es uns ganz plötzlich und heftig: ein schwerer Gewittersturm, gemessene Bft auf Deck: 6-7, Böen mehr, und kein Hafen in der Nähe, das mussten wir überstehen, keine Sicht, die Wellen aus der Adria liefen anders als der Sturm:
Skipper, welchen Kurs soll ich steuern ? Wellen, ca. 2m, manchmal höher, und dann die allseitigen Blitzeinschläge. Wir umfuhren die westl. Seite und erreichten bei aufkommender Dunkelheit den Hafen Vis. Nachts kehrte das Gewitter zurück und der Anker gab
nach (großer Schwell), das Bootsheck rummste gegen die Kaimauer, also Nachts (ca.0300) hoch und das Boot neu vor Anker legen, usw..

Weitere Aktionen von/mit anderen Booten sicherten das Boot vor etw. Schäden.
Ohne Frühstück verließen wir am frühen Morgen die ungastliche Stätte.

5.Tag:

Von Vis nach Milna, westl. der Insel Brac, wunderschöne alte Stadt, hier haben wir uns wieder erholt.

Fazit:

Ein empfehlenswerter Segeltörn, wir planen einen weiteren Törn in diesem Revier oder nördlicher. Die Gastronomie ist sehr gut, gehobene Preisklasse, noch nicht von Touristen überlaufen, man ist unter sich, international(Segler).

Es sind wunderschöne Hafenstädte, unzerstört, aus venezianischer Zeit erbaut. Der Service spricht englisch, vielfach auch deutsch (ehem. Gastarbeiter, die im Winter in Deutschland arbeiten), und gastfreundlich.

Negativ, segeltechnisch: ca. 50 % gesegelt bei 2-4 Bft, manchmal 5 Bft.

Mit Seglergruß

Hermann Goss

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